| |
Kein Laufwerks-Buchstabe im Windows-Explorer |
LW-Buchstabe ausgeblendet
Windows kann Laufwerke im Windows-Explorer ausblenden. Mit Microsofts Microsoft TweakUI kann man die zuständigen Einstellungen kontrollieren: My Computer -> Drives. Gesetzter Haken = sichtbar. Oder um alle Buchstaben sichtbar zu machen, diese REG-Datei runterladen und ausführen: explorer_nodrives_0.reg
Ob es sich nur um dieses Problem handelt, kann man leicht überprüfen, indem man den betreffenden Laufwerksbuchstaben in die Adresszeile des Windows-Explorers eingibt - das funktioniert bei ausgeblendetem Buchstaben trotzdem.
Buchstaben-Konflikt mit Netz- oder Subst-Laufwerk
Seit XP existieren Netzwerk- und Subst-Laufwerke nur im Kontext des Nutzers der sie angelegt hat. Im Kontext 'System', wo die Laufwerks-Buchstaben durch den Mount-Manager vergeben werden, sind solche Laufwerke nicht ohne weiteres sichtbar und werden deshalb beim Anschließen eines externen Laufwerks durch XP nicht berücksichtigt. Wenn also auf dem ersten freien lokalen Buchstaben unter XP ein Netz-Laufwerk liegt, vergibt XP für ein neues USB-Laufwerk trotzdem genau diesen Buchstaben! Microsoft nennt das
'ein Problem'. Inzwischen ist zumindest für's englischsprachige XP-SP2 ein Hotfix verfügbar (WindowsXP-KB297694-x86-ENU.exe) und auch mit dem XP Service Pack 3 wird das Problem behoben, zumindest für erstmals angeschlossene Laufwerke.
Um sowas zu vermeiden, schlägt Windows Netz-Buchstaben von Z: an abwärts vor, während die Buchstaben für lokale Laufwerke 'von unten' aufwärts vergeben werden.
Ist ein Netz-Buchstabe nicht mehr zu ändern, hilft auch mein USBDLM, das beim Anschließen eines USB-Laufwerks solche Konflikte erkennt und dann auf den ersten wirklich freien oder auf einen konfigurierten Buchstaben ummoutet.
Unter Windows 2000 waren Netz-Laufwerke noch globale Objekte und mit den XP-SP3 hat Microsoft das Problem behoben. Nicht behoben ist foldendes Scenario: Lokale Laufwerke C: und D:, USB-Laufwerk auf E:. USB-Laufwerk entfernen, Netzlaufwerk auf E: anlegen, USB-Laufwerk wieder anschließen. XP mit SP3 ordnet dem USB-Laufwerk wieder E: zu, obwohl inzwischen mit einem Netz-Laufwerk belegt. Unter Vista ist auch das behoben.
Aber nur wenn der Nutzer bereits eingeloggt und das Netzlaufwerk angelegt ist. Wird ein externes Laufwerk vor dem Login angeschlossen, gibts den gleichen Konflikt, nur daß das USB-Laufwerk dann funktioniert während das Anlegen des Netz-Laufwerks fehlschlägt.
Auch hier hilft mein USBDLM. Allerdings müssen die freizuhaltenden Buchstaben in der Konfiguration hinterlegt werden - in die Zukunft blicken kann auch USBDLM nicht.
Neue USB-Platte ist nicht partitioniert
Neue USB-Festplatten werden oft unpartitioniert ausgeliefert. Nachholen kann man das unter XP über die Datenträgerverwaltung: Arbeitsplatz mit rechts anklicken -> Verwalten -> Datenträgerverwaltung.
Windows Server 2003
Windows Server 2003 Enterprise- und Datacenter Edition ordnen neuen lokalen Datenträgern (USB- und FW-Festplatten sind lokale Datenträger) standardmäßig keinen Laufwerks-Buchstaben zu - das ist Aufgabe des Admins.
Das Feature nennt sich AutoMount und kann mit dem Tool DiskPart aktiviert werden: Start->Ausführen, diskpart, am DiskPart-Prompt automount eingeben, um den aktuellen Status abzufragen oder automount enable, um AutoMount zu aktivieren. Damit handelt man sich aber u.U. genau die Nebenwirkungen ein, die Microsoft vermeiden wollte, nämlich daß Windows dann ungefragt Laufwerke im SAN (Storage Area Network) mountet.
Also besser mein USBDLM installieren - das kümmert sich standardmäßig nur um USB-Laufwerke.
Laufwerk verschlüsselt
Zu manchen Laufwerken wird eine Verschlüsselungs-Software geliefert. Meist hat man die Möglichkeit, das Laufwerk in zwei aufzuteilen - ein unverschlüsseltes und ein verschlüsseltes oder das gesamte Laufwerk zu verschlüsseln. Auf das verschlüsselte Laufwerk kann man erst zugreifen, nachdem ein Passwort in die Verschlüsselungs-Software eingegeben hat, wenn diese danach fragt. Bei manchen Lösungen ist das Laufwerk bis dahin unsichtbar.
Nach dem Passwort wird natürlich nur gefragt, wenn auf dem benutzten Computer die Verschlüsselungs-Software installiert wurde. Es gibt auch USB-Festplatten mit einem virtuellen CD-ROM-Laufwerk, das die Verschlüsselungs-Software enthält. Die soll bei Anschließen automatisch starten, was nur klappt, wenn das Windows-AutoRun für CD-Laufwerke nicht deaktiviert wurde.
Daemon Tools V4
Es gab Berichte, daß eine mehr oder weniger fehlgeschlagene Installation der Daemon-Tools V4 dazu führt, daß USB-Laufwerke keinen LW-Buchstaben mehr bekommen.
Es wird dann empfohlen, die Tools zu deinstallieren, und falls vorhanden ein paar Dateien in System32\Drivers zu löschen: sptd.sys, secdrv.sys, sptd.sys, sptdNNNN.sys (NNNN = Ziffern),
s. auch hier:
http://www.daemon-tools.cc/dtcc/archive/index.php/t-7868.html
Bei der Deinstallation hilft
sptdinst_x86.exe.
In letzter Zeit gibt's kaum mehr solche Berichte - das Problem ist wohl behoben.
TrueImage 2009
TrueImage 2009 Home kann das Zuordnen von Laufwerksbuchstaben zu Wechseldatenträgern verhindern. Ein Update auf "Build #9615" behebt das.
Filter-Treiber
Filter-Treiber dienen dazu, in die Kommunikation zwischen Treiber und Hardware (LowerFilters) bzw. Anwendung und Treiber (UpperFilters) einzugreifen. Sie werden z.B. für CD/DVD-Laufwerke von Brennsoftware installiert (Geräteklasse CDROM), für Laufwerke von Virenscannern (Geräteklassen DISK und FLOPPY) und für USB-Geräte von Virtualisierungs-Software wie VMware oder VirtualBox, um USB in den virtuellen Maschinen verfügbar zu machen (Geräteklasse USB).
Insbesondere nach Betriebssystem-Updates passen dann gerne mal irgendwelche Randbedingungen nicht mehr und die 'gefilterten' Geräte funktionieren nicht mehr wie erwartet.
Die Verweise auf die Filter-Treiber finden sich in der Registry unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{GUID}. GUID ist ein 'Global Unique Identifier', sowas wie {4D36E967-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}.
Die betreffenden Werte sind UpperFilters und LowerFilters.
Oben erwähnte GUIDs sind:
| GUID_DEVCLASS_DISKDRIVE | = {4d36e967-e325-11ce-bfc1-08002be10318} |
| GUID_DEVCLASS_CDROM | = {4d36e965-e325-11ce-bfc1-08002be10318} |
| GUID_DEVCLASS_FLOPPYDISK | = {4d36e980-e325-11ce-bfc1-08002be10318} |
| GUID_DEVCLASS_USB | = {36fc9e60-c465-11cf-8056-444553540000} |
Bei einer frischen Windows-Installation findet sich bei GUID_DEVCLASS_DISKDRIVE der Wert UpperFilters mit "PartMgr", sonst sind keine vorhanden.
Vorgefundene Filter-Treiber schaut man sich erstmal unter C:\Windows\System32\drivers an, um die zugehörige Software zu identifizieren. Findet sich kein Update für die betreffende Software, legt man den Filter-Treiber am einfachsten lahm, indem man den Namen des Werts umbenennt und Windows neu startet.
Sonstige Problem-Software
Viren- und Spyware-Scanner, Personal Firewalls, virtuelle CD-Laufwerks-Software, Adobe Elements (dessen Download-Manager), Photoshop Elements (dessen Dienst 'Photoshop Elements Device Connect'),
Optimierungs-Tools - alle sind Kandidaten, merkwürdige Effekte zu verursachen. Im Zweifelsfall deinstallieren und sehen, ob der Effekt dann verschwunden ist...
In den U3 FAQ gibts eine Reihe von Hinweisen, die z.T. auch für normale Sticks zutreffend sind.
Verzweiflungstaten
Wenn alles nichts hilft, probiert man
|
|
| |
|
| |
Keine Dateien größer als 4 GB |
USB-Sticks werden wohl ausschließlich mit FAT oder FAT32 formatiert ausgeliefert. Beide Dateisysteme können keine Dateien speichern, die größer als knapp 4 Gigabyte sind (232 Bytes).
Abhilfe schafft unter Windows NT, 2000, XP usw. das moderne NTFS,
siehe hier.
Aufpassen: Mit NTFS hat der Stick dann einen Schreibcache (egal was man bei den Richtlinien "Für Schreibcache und sicheres Entfernen" einstellt), also immer schön 'Auswerfen' oder (besser) 'Hardware sicher entfernen' benutzen...
|
|
| |
|
| |
Ansteigende Laufwerks-Buchstaben |
Bekommen USB-Laufwerke bei jedem Anschließen einen neuen Buchstaben, vermurkst eine Fremd-Software irgendwas. Bekannt dafür ist eine tolle Software namens 'Spyware Doctor'. In letzter Zeit gibts keine Berichte mehr - das Problem wurde wohl vom Hersteller behoben.
|
|
| |
|
| |
Laufwerks-Buchstaben von CD-Laufwerken nicht beständig |
Ändern sich Buchstaben von CD-Laufwerken bei jedem Booten wieder zurück, hat man es wohl
mit dem 'ZoneAlarm-Problem' zu tun. Es gibt Berichte, daß man Zone-Alarm deinstallieren soll,
dann die Buchtstaben ändert, neu startet und Zone-Alarm wieder installieren kann. Andere berichten, daß das nicht hilft und auch dann die Buchstaben von CD-Laufwerken wieder geändert werden. Das Problem gibts seit Version 6.5, mit V6.1 tritt es nicht auf. Die alte Version
gibts noch zum Download.
Es wurde inzwischen berichtet, daß V6.5.737 das Problem behebt. Andere schreiben, daß der Effekt selbst bei eine 7.x beobachtet wurde...
Es gibt Berichte, daß die Nokia Suite 7.x dieses Problem auch verursacht.
Ein weiterer Kandidat für diesen Effekt scheint Norton GoBack zu sein.
|
|
| |
|
| |
Eingeschränkte Nutzer dürfen keine Datenträger auswerfen |
Unter XP dürfen eingeschränkte Nutzer keine Datenträger auswerfen (im Windows-Explorer ein Laufwerk rechts-klicken -> Auswerfen). 'Auswerfen' ist die richtige Wahl, um Karten in internen Kartenlesern abzumelden. 'Hardware sicher entfernen' ist hier ungeeignet, da es das ganze Gerät abmeldet und das läßt sich dann ohne Neustart auch nicht einfach zurückholen.
Auswerfen für alle interaktiven Nutzer kann man per Richtlinie zulassen:
Systemsteuerung
Verwaltung
Lokale Sicherheitseinstellungen
Lokale Richtlinien
Sicherheitsoptionen
Geräte: Formatieren und Auswerfen von Wechselmedien zulassen
Hier "Administratoren und interaktive Nutzer" auswählen. Oder diese REG-Datei doppelklicken:
AllocateDASD2.reg.
Ab der nächsten Anmeldung dürfen dann auch eingeschränkte Nutzer Wechseldatenträger auswerfen.
Bei früheren Tests inlc. XP-SP2 hat das Ganze nicht geholfen, unter XP-SP2 Patchstand April 2007 funktioniert es...
|
|
| |
|
| |
USB-Stick ist schreibgeschützt |
Manche USB-Sticks haben einen kleinen Schreibschutzschalter...
Auch XP ab SP2 kann USB-Laufwerke schreibschützen. Die Einstellung findet sich in der Registry unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\StorageDevicePolicies.
Der Wert 'WriteProtect' sollte nicht vorhanden sein oder auf '0' stehen.
Flash-Speicher hat eine begrenzte Lebensdauer. Meist wird eine Anzahl von 100.000 Schreibzyklen garantiert, die meisten Zellen halten aber weit länger. Defekte Zellen müssen aber ersetzt werden. Deshalb haben Flash-Speicher Reserve-Zellen, die defekte Zellen ersetzen können. Der Flash-Controller erledigt das im Hintergrund. Sind aber alle Reserve-Zellen aufgebraucht, bleibt dem Flash-Controller nichts weiter übrig, als weitere Schreibzugriffe zurückzuweisen. Man kann dann seine Daten herunterkopieren, das Gerät unbrauchbar machen (überschreiben geht ja nicht) und in den Elektronik-Schrott geben. Vorher sicherheitshalber noch an einem anderen Rechner probieren, falls es sich doch nur um ein USB-Problem handelt...
Hat ein neuer Stick schon so viel defekte Zellen wie Reserve-Zellen, fällt das erst auf, wenn jeder Block der Nennkapazität einmal benutzt und der Fehler beim Lesen wurde. Das kann durchaus passieren, ohne das das Laufwerk jemals nennenswert gefüllt war, da Schreibzugiffe vom Flash-Controller immer auf alle physischen Blöcke möglichst gleichmäßig verteilt werden.
Also am besten nach dem Kauf einmal testweise mit Daten füllen oder
c't H2TestW drüberlaufen lassen. Das erlaubt aber nur eine Aussage über den aktuellen Stand der Dinge ('mindestens eine Reserve-Zelle übrig') - ein Defekt kann jederzeit auftreten, wichtige Daten niemals nur einem USB-Stick anvertrauen!
|
|
| |
|
| |
USB-Geräte werden als 'unknown device' erkannt |
Werden USB-Geräte plötzlich nur noch als 'unknown device' erkannt, liegt das oft an einem Problem mit dem Windows Power-Management. Das kann man für einzelne oder für alle USB-Controller deaktivieren:
http://support.microsoft.com/?scid=kb;en-us;895962
Die elektronischen Bauteile USB-Controller und Geräte altern und verändern ihre Eigenschaften (Kondesatoren verlieren z.B. Kapazität). Irgenwann funktioniert das einfach nicht mehr so wie sich das die Entwickler mal gedacht haben...
Bei USB-Laufwerken soll gelegentlich ein defekter Quarz die Ausfall-Ursache sein - hier lohnt vielleicht ein Tausch.
|
|
| |
|
| |
XP fragt nach Treibern |
USB-Massenspeicher funktionieren unter XP mit den mitgelieferten Treibern. Doch manchmal fragt XP trotzdem danach, weil es keine findet...
Wo die Treiber zu suchen sind, steht in der Registry:
Start->Ausführen-> Regedit, unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion den Wert 'DevicePath' kontrollieren. Der muß auf '%SystemRoot%\inf' zeigen. Zusätzliche Einträge, jeweils mit Semikolon getrennt, sind ok, aber '%SystemRoot%\inf' muß dabei sein.
Screenshot
Dann löscht man noch die Datei C:\WINDOWS\inf\infcache.1 - bei nächsten Systemstart wird sie neu angelegt. Der Ordner und die Datei sind 'versteckt', um sie im Windows-Explorer zu sehen:
Extras->Ordneroptionen, Reiter "Ansicht" "Alle Dateien und Ordner anzeigen" auswählen.
Die Dateien USBSTOR.INF und USBSTOR.PNF müssen im Ordner C:\Windows\INF vorhanden sein. Falls nicht, kopiert man sie von einen anderen Rechner mit möglichst gleichem Windows.
|
|
| |
|
| |
Vista fragt nach Treibern oder mag keine installieren |
Hier trifft das Gleiche zu wie für XP oben beschrieben. Weiterhin scheint Vista dazu zu neigen, die Dateien USBSTOR.INF und USBSTOR.PNF im Ordner C:\Windows\INF verschwinden zu lassen. Vermutlich fehlen dann dort noch mehr Dateien, USBSTOR wird einfach am häufigsten benötigt.
Vista hat Kopien der Dateien in C:\Windows\System32\DriverStore\FileRepository - einfach beide nach C:\Windows\INF kopieren - und schon geht's wieder.
|
|
| |
|
| |
Sie müssen Mitglied der Administratorengruppe sein / Neue Hardware gefunden |
Wenn XP beim Anschließen eines USB-Laufwerks mit einem Login-Dialog mit dem Hinweis "Sie müssen Mitglied der Administratorengruppe sein, um diese Hardwarekomponente installieren zu können" oder "Neue Hardware gefunden" kommt, traut es seinen eigenen Treibern oder anderen beteiligten Dateien nicht. Erstere Meldung kommt beim Arbeiten als eingeschränkter Nutzer, letztere als Admin:
Die Windows-Treiber sind digital signiert - um die Signatur zu überprüfen, muß der 'Kryptographie-Dienst' laufen und funktionieren: Start->Ausführen-> services.msc, hier sollte der 'Kryptographie-Dienst' als 'gestartet' geführt werden.
Als nächstes lohnt ein Blick in die Log-Datei C:\Windows\setupapi.log. Fehlgeschlagene Signatur-Tests finden sich hier.
Schuld ist oft ein nicht signierter Filter-Treiber, insbesondere bei U3-Sticks: Hier will Windows für deren gefälschtes CD-ROM-Laufwerk den Filter-Treiber laden, den eine CD-Brenn-Software für CD-Laufwerke installiert hat.
Die Signaturen der Windows-Dateien kann man auch manuell überprüfen lassen: Start -> Ausführen,
sigverif.
Wurden problematische Dateien identifiziert, beschafft man Ersatz mit exakt gleicher Version von einem anderen Rechner oder macht gleich eine Reparaturinstalltion.
Bleibt noch die Möglichkeit, daß die Datenbank des Kryptographie-Dienstes ungültige Daten enthält.
Wie man das behebt, steht bei Microsoft:
http://support.microsoft.com/kb/822798/de
Die beschriebenen Symptome sind andere, aber die Reparatur-Hinweise passen.
|
|
| |
|
| |
USB-Laufwerk funktioniert nicht stabil |
Geht ein Stick nur an einem Rechner nicht oder nicht zuverlässig, hilft oft ein aktualisierter Mainboard/Chipsatz-Treiber.
Hilft das nicht, verträgt sich das USB-Gerät vielleicht einfach nicht mit dessen USB-Controller - sowas kommt vor, bei USB-Festplatten eher als bei Sticks. Deshalb ist es von Vorteil, neben den Onboard-Ports eine USB2-Controller-Karte im Rechner zu haben, auf die man ausweichen kann. Am besten eine mit NEC-Chip, zur Not VIA.
Wenn ein USB-Gerät am USB-Anschluß des Rechners nicht oder nicht stabil laufen will, kann man sein Glück auch mit dem Dazwischenschalten eines USB-Hubs versuchen.
Problematisch sind auch billige USB-Verlängerungen - je dünner und länger, um so eher gibts Probleme. Wenn nicht 'USB 2.0' dransteht, taugen sie dafür meist auch nicht. Einem Kabel sieht man die Qualität von außen nicht an - ein immerhin gutes Zeichen ist die bei transparent isolierten Kabeln zu sehende Schirmung aus dichten Drahtgeflecht.
Beim Verlegen ist die Nähe von Strom-Kabeln zu meiden.
USB-Ports vorne am Rechner machen auch gerne Probleme, weil sie per Kabel durch den 'verstrahlten' Rechner geführt werden, während sich die hinteren Ports direkt auf dem Mainboard befinden.
Außerdem werden sie durch häufige Benutzung mechanisch beansprucht - hier brechen dann gerne Löstellen und liefern nur noch einen Wackelkontakt...
Möglich ist auch, daß der Strom knapp wird. Insbesondere 2,5-Zoll-Festplatten ohne Netzteil und vereinzelt auch interne Card-Reader ziehen z.T. Strom jenseits der Limits. Wenn dann noch ein - eigentlich harmloser - USB-Stick dazu kommt, kanns schon zu viel sein.
Man kann auch versuchen, testweise alle anderen USB-Geräte abzuklemmen. Kandidaten für Störungen sind vor allem solche Geräte, die nicht mit Windows-eigenen Treibern laufen und zudem ständig Daten übertragen, z.B. WebCams.
Probleme aus heiterem Himmel sind meist der Hardware zuzuschreiben. Bei vielen USB-Hubs wird deren Controller-Chip glühend heiß - die Lebensdauer reicht genau bis zum Ende der Garantiezeit. Typische Auswirkung ist ein merkwürdiges Verhalten der dort angeschlossenen Geräte, einen Totalausfall habe ich noch nicht erlebt.
Auch USB-Host-Controller im Mainboard-Chipsatz halten nicht ewig, dann hilft eine USB-PCI-Karte, siehe oben.
Bei USB-Hubs mit Netzteil ("selfpowered") wird oft die 1 Cent teure Diode eingespart, die einen Strom-Rückfluß in den Rechner verhindert. Das kann zu merkwürdigen Effekten und langfristig zum (Teil)-Defekt des USB-Controllers zu führen.
Stromhungrige Geräte besser direkt anschließen und Hubs mit Netzteil meiden.
Wurde ein USB-Gerät einmal als 'Unbekanntes Gerät' eingebunden, muß man es - während es angeschlossen ist - im Geräte-Manager löschen und dann neu anschließen.
Unter Windows 2000 und XP hilft manchmal ein USB-Kahlschlag, d.h. alle USB-Geräte aus
der Konfiguration zu löschen. Das geht am einfachsten mit Hilfe des Microsoft-Tools
DevCon
und der 'RenewUSB.bat' von
Rob van der Woude's Scripting Pages
Aufräumen geht aber auch gezielt von Hand:
Folgende zwei Zeilen in den Windows Editor einfügen und als DevManager.CMD speichern:
set DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES=1
devmgmt.msc
Darüber gestartet zeigt der Geräte-Manager auch nicht vorhandene Geräte, wenn dort
im Menü Ansicht der Haken bei "ausgeblendete Geräte anzeigen" gesetzt wird. Unter 'Laufwerke' hellgrau angezeigte USB-Geraete sind derzeit nicht angeschlossen. Diese und die die man vorraussichtlich nicht wieder braucht oder die mal neu erkannt werden sollen, löscht man einfach.
Selbiges nochmal unter 'Speichervolumes'.
Mein DriveCleanup macht das automatisch mit allen derzeit nicht angeschlossenen USB-Laufwerken.
Hat man generelle Probleme mit den Laufwerks-Buchstaben, kann man hier einen Kahlschlag bei den Mount-Points versuchen:
Im Registry-Editor folgende Abschnitte umbenennen oder löschen und dann booten:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\MountPoints2
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices
Aber Vorsicht: Wenn das Windows-Laufwerk nicht den Buchstaben hat, den es bei einem frischen Setup bekäme, wird Windows möglicherweise nicht mehr starten.. Das kann z.B. durch beim Setup angeschlossene USB-Laufwerke - also auch interne CardReader - verursacht werden. XP scheint eine Art Not-Mount-Mechanismus zu haben, damit das System-Laufwerk immer einen Laufwerksbuchstaben bekommt. Wenn der normale Mount-Mechanismus dann anderer Meinung ist, kann das System-Laufwerk auch mal einen zweiten Buchstaben bekommen.
Um DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES=1 zum Standard zu machen, folgende Datei herunterladen und doppelklicken:
DevMgr_Show_1.reg
Ab dem nächsten Login wird die Variable wirksam. Die Datei setzt auch gleich DEVMGR_SHOW_DETAILS=1, um unter XP den Reiter "Details" in Eigenschaft-Dialogen von Geräten zu aktivieren.
|
|
| |
|
| |
Datenverlust ab bestimmten 'Füllungsgrad' |
Wenn ein USB-Stick immer ab einem bestimmten Füllungsgrad fehlerhaft reagiert, könnte es sich um eine Fälschung handeln, die nur einen Bruchteil des versprochenen Speichers besitzt.
Bisher mußte man damit nur bei extra günstigen Angeboten beim Auktionshaus rechnen, inzwischen kann man überall reinfallen.
Verdächtige und neue Sticks kann man mit
H2TestW von der
c't testen.
Hat man einen Stick als Fälschung entlarvt, legt man sich eine entsprechend kleine Partition an,
um den restlichen, nicht vorhandenen Speicher von der Nutzung auszuschließen.
Unter Windows 2000, XP und höher wird das Anlegen von Partitionen auf Wechseldatenträgern nicht unterstützt, also nimmt man Linux, DOS oder den Ranish Partition Manager von einer Bootdiskette.
Anschließend nochmal einen Test laufen lassen.
|
|
| |
|
| |
Datenverlust beim Schreiben nach Standby und Ruhezustand |
Nach Standby und Ruhezustand wird der Systemzustand exakt wiederhergestellt. Wenn man während der Ruhephase ein externes Laufwerk abzieht ist das ziemlich gemein, weil während des Schlafs nicht angemessen darauf reagiert werden kann.
Bei NTFS-Laufwerken werden manche, weniger wichtige Schreibzugriffe bis zu einer Stunde zurückgehalten - dummerweise wird vor Standby und Ruhezustand offenbar nicht 'geflusht'. Wenn man also ein Laufwerk entfernen möchte, sollte man das tun, bevor man den Rechner schlafen schickt - sonst gibts u.U. ein böses Erwachen :-)
|
|
| |
|
| |
USB-Stick oder Platte formatieren |
Läßt sich ein Stick nicht mehr formatieren, versucht man zunächt die eventuell mitgelieferte Software. Gibt es keine, kann man das
HP USB Disk Storage Format Tool versuchen. Am besten alle anderen USB-Laufwerke und Card-Reader abklemmen - das Tool verzählt sich sonst gerne mal bei den Laufwerken.
Dann gibts noch die 'SD Memory Card Formatting Software' von
panasonic.jp. Eigentlich ist es für SD-Karten gedacht, funktioniert aber auch mit USB-Sticks, sofern sie sich als Wechseldatenträger zu erkennen geben.
Wurde ein Stick wegen Problemen formatiert und hat dann nur noch einen Bruchteil seiner Kapazität, darf man ihn als hinüber betrachten.
Ob überhaupt noch Zugriff auf den Datenträger möglich ist, testet man am besten mit Hex Workshop.
'Disk' -> 'Open Drive'
Hier das richtige Laufwerk anhand der Größe auswählen. Man sieht dann Sektor 0 in dem sich bei Festplatten die Partitionstabelle befindet. Bei Wechseldatenträgern kann man hier auf eine Partitionstabelle oder einen Boot-Sektor treffen ('Super-Floppy').
Oben genannte Formatier-Tools nutzen die Variante mit Partitions-Tabelle. Windows XP formatiert neue Wechseldatenträger ohne Partitions-Tabelle, also als 'Super-Floppy'. Digitalkameras erwarten meist (oder immer?) die Variante mit Partitionstabelle.
Will man einen Datenträger zurücksetzen, überschreibt man einfach den Sektor 0 mit Nullen:
Mit der Maus alles markieren, '&' klicken, OK, speichern.
Alternativ mein DiskErase - einfach Disk auswählen, 'Erase!' klicken, dann 'Cancel' - die ersten Sektoren sind dann schon überschrieben.
FAT32 auf Laufwerken >32 GB
Seit XP hat Microsoft das Formatieren von Laufwerken größer als 32 GB ohne nachvollziehbaren Grund blockiert. Bei einem Foto-Speicher oder MP3-Player ist FAT32 aber Vorraussetzung für dessen Standalone-Funktion. Auch wenn ein Laufwerk an jedem Rechner mit Windows 98/ME funktionieren soll, ist FAT32 Pflicht.
Hier hilft das Kommandozeilen-Tool
H2Format von der c't. Es funktioniert nur, wenn es eine unformatierte Partition vorfindet. Dazu muß man über die Datenträgerverwaltung die vorhandene Partition löschen, eine neue anlegen und dann 'Jetzt nicht formatieren' auswählen. H2Format schreibt dann in nullkommanix ein leeres FAT32-Dateisystem. Es funktioniert anlog zum bekannten DOS- und Windows-Kommandozeilen-Tool FORMAT, Bsp:
h2format x:
Ebenfalls geeignet scheint der
Fat32Formatter.
Unter Linux nimmt man "MakeDosFileSystem", kurz MKDOSFS. Davon gibts auch eine Windows-Portierung:
http://www1.mager.org/mkdosfs
Ein modernes BIOS bindet auch USB-Datenträger (oft nur einen) als Festplatte ein, man kann also auch unter purem MS-DOS 'dran rummachen'... Oder ganz ohne Betriebssystem, nämlich mit dem
Ranish Partition Manager. Entpacken, die PART.EXE under Windows starten. Die merkt, daß sie unter Windows läuft und bietet an 'Copy PART.EXE and update boot sector on A:'. Das schreibt das Programm auf eine Diskette von der man dann booten kann.
| |
| |
|
| |
Auf USB-Stick wird nur die erste Partition erkannt |
Die meisten USB-Sticks behaupten, sie hätten einen wechselbaren Datenträger - Windows zeigt sie daher als 'Wechseldatenträger'.
Das Partitionieren von Wechseldatenträgern wird in der NT-Linie (NT4, 2000, XP usw.) nicht
unterstützt. Sind mehrere Partitionen vorhanden, wird nur die erste eingebunden. Das ist auch unter Vista so geblieben.
Da ist nichts zu machen. Fast nichts. Letztlich hängt es nur an einem Bit im Device-Descriptor,
das Removable Media Bit (RMB). Zaubert man das weg, wird das Laufwerk als "Lokaler Datenträger", also wie eine Festplatte erkannt und alle vorhandenen Partitionen werden eingebunden, auch die Datenträgerverwaltung spielt mit.
Das Removable Media Bit kann entweder in der Hardware des USB-Sticks geändert werden, oder per Windows-Filtertreiber.
Ändern in der Hardware klappt bei manchen Sticks mit dem Tool
Lexar BootIt.
Sticks mit denen es funktioniert hat:
- Corsair Flash Voyager 8 GB
- Corsair Flash Voyager 16 GB
- Corsair Flash Voyager GT 4 GB (VID_1B1C&PID_1A90)
- Corsair Flash Voyager GT 16 GB
- Corsair Flash Survivor 32GB
- OCZ Rally2 32 GB
- OCZ Rally2 Turbo 8 GB
- OCZ ATV 4GB
- Buffalo Firestixx 1 GB (RUF2-S)
- Buffalo Super High Speed USB Flash Type R 8 GB
- Super Talent Pico-C Chrom 8GB
- Intenso USB Drive 8 GB Slim Line
- Sony Tiny Vault 2GB
- LG USB Drive 2 GB (UB2GVMS01)
- Ativa 325-300
- PQI Intelligent Drive i820 4 GB (8 GB geht nicht!)
- Powerram mini Pro (16GB)
Andere Marken-Sticks bitte melden...
Einen Filtertreiber zum Entfernen des RMB hat Hitachi für seine Microdrives (Mini-Festplatten im Format einer Compact-Flash-Karte) einen Filter-Treiber entwickelt:
xpfildrvr1224_320.zip
Durch Editieren der enthaltenen INF-Datei, kann man den Filter-Treiber auch für beliebige andere Wechseldatenträger benutzen:
Für die Erkennung von Geräten sind die Zeilen im Abschnitt [cfadisk_device] zuständig:
[cfadisk_device]
%Microdrive_devdesc% = cfadisk_install,IDE\DiskIBM-DSCM-11000__________________________SC2IC801
"IDE\DiskIBM-DSCM-11000__________________________SC2IC801" ist die Geräte-ID eines der von Haus aus unterstützten Microdrives.
Analog dazu fügt man je eine Zeile pro gewünschtem USB-Wechseldatenträger hinzu. Die ID findet man im Geräte-Mangager: Man suche unter "Laufwerke" den USB-Stick. Rechtsklick -> Eigenschaften. Im Reiter "Details" ist schon "Geräteinstanz-ID" ausgewählt. Man klicke auf die ID, und drücke "Strg+C" - die ID ist jetzt in der Windows Zwischenablage und kann per Strg+V anderswo eingefügt werden.
XP zeigt den Reiter "Details" nur wenn die Umgebungsvariable DEVMGR_SHOW_DETAILS=1 gesetzt ist:
DevMgr_Show_1.reg runterladen, doppelklicken und Nutzer neu anmelden.
Beispiel:
USBSTOR\DISK&VEN_LEXAR&PROD_JUMPDRIVE&REV_1.30\K326441127040&0
Davon brauchen wird den fett gedruckten Teil:
[cfadisk_device]
%Microdrive_devdesc% = cfadisk_install,USBSTOR\DISK&VEN_LEXAR&PROD_JUMPDRIVE&REV_1.30
In der letzten Zeile der INF-Datei ändert man noch "Hitachi Microdrive" in einen beliebigen Namen, z.B. in "RemovableToFixed".
Im Geräte-Manager wieder den USB-Stick rechtsklicken -> "Treiber aktualisieren". "Nein, diesmal nicht" -> Weiter -> "Software von einer Liste..." -> Weiter -> "Nicht suchen, sondern..." -> Weiter -> "Datenträger" -> im Verzeichnis mit der modifizierten cfadisk.inf eben jene auswählen -> OK. Jetzt steht in der Liste unter 'Modell' der modifizierte Name aus der INF-Datei -> Weiter -> Warnung mit 'Ja' beantworten -> Signatur-Warnung mit "Installation fortsetzten" beantworten -> Fertigstellen. Das Laufwerk wird jetzt neu erkannt, und zwar als Festplatte.
Man darf nun Partitionen anlegen, die Richtlinie "Für Geschwindigkeit optimieren" führt auf FAT-Partitionen tatsächlich zur Aktivierung eines Schreibcaches und Windows legt den allseits beliebten Ordner "System Volume Information" an...
Eine automatisierte Installation per Microsoft DEVCON ist mir nicht gelungen.
|
|
| |
|
| |
Laufwerk aus "Hardware sicher entfernen" entfernen |
Interne Kartenleser von Desktop-PCs sind meist USB-Geräte. Im USB-Standard ist nichts vorgesehen, das es einem USB-Gerät erlaubt zu sagen "Ich bin ein internes Gerät und kann nicht entfernt werden". Deshalb werden interne USB-Kartenleser immer unter "Hardware sicher entfernen" aufgeführt.
Gleiches gilt für interne SATA-Laufwerke, wenn der SATA-Treiber sie als "entfernbar" meldet.
Soweit bekannt, werden bei "Hardware sicher entfernen" Geräte gelistet, die als "entfernbar" (removable) und nicht fürs 'überraschende Entfernen geeignet' (surprise removal ok) sind.
Das sind in der cfgmgr32.h definierte, bit-kodierte Flags:
#define CM_DEVCAP_REMOVABLE (0x00000004)
#define CM_DEVCAP_SURPRISEREMOVALOK (0x00000080)
Der zuständige Wert in der Registry heißt "Capabilities" und findet sich für jedes Gerät. Geräte stehen unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Enum
Weiter geht es mit der Hardware-ID, bei USB-Geräten sowas wie
USB\VID_1758&PID_2004\050712014270000083
Die findet sich im Geräte-Manager im Tab 'Details'. Dieser wird unter XP nur angezeigt, wenn die Umgebungsvariable DEVMGR_SHOW_DETAILS=1 gesetzt ist:
Folgende Datei herunterladen und doppelklicken:
DevMgr_Show_1.reg
Ab dem nächsten Login wird die Variable wirksam. Die Datei setzt auch gleich DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES=1, um derzeit nicht angeschlossene Geräte sichtbar zu machen, wenn die Option "Ausgeblendete Geräte anzeigen" aktiv ist.
Wenn man beim Wert "Capabilities" die 4 wegnimmt oder 80h addiert, verschwindet
das Gerät aus der Liste (nach einen Refresh, z.B. durch hin- und herschalten der Checkbox).
Der Wert wird aber jedesmal neu geschrieben wenn der Treiber startet.
Man könnte den Wert exportieren und bei jedem Neustart importieren, etwa so:
regedit /s xxx.reg
Zum Schreiben des Wertes werden Admin-Rechte benötigt, unter Vista darf es auch der Admin nicht.
Mein USB Drive Letter Manager (USBDLM) hat als Windows-Dienst
damit kein Problem. Um interne Cardreader aus der
Liste zu bekommen, kann er genau die oben beschriebene
Änderung machen (das Removalble-Bit wegnehmen). Die
aktuelle Version kann das auch für beliebige andere
Geräte, siehe Hilfe-Datei unter Konfiguration -> Sonstiges ->
"Gerät unter Hardware sicher entfernen".
|
|
| |
|
| |
USB Serial Number |
USB-Geräte sollten eine Hardware-Seriennummer haben die für jedes Exemplar einmalig ist. Eine Seriennummer eben...
Es gibt aber jede Menge Geräte, die keine haben oder bei denen alle Exemplare identische Seriennummern haben.
Das führt zu unterschiedlichem Verhalten, wenn ein Gerät erstmals an einen anderen USB-Port anschließt oder ein anderes Exemplar erstmals an den selben USB-Port.
| |
anderer USB Port |
anderes Exemplar des USB-Gerätes |
| keine Seriennummer |
wird als neu erkannt |
wird als das Selbe wiedererkannt |
| eindeutige Seriennummer
|
wird als das Selbe wiedererkannt |
wird als neu erkannt |
| identische Seriennummern |
wird als das Selbe wiedererkannt |
wird als das Selbe wiedererkannt |
Der einzige Weg, das Verhalten von Windows zu beeinflussen, ist, Windows die Seriennummer für bestimmte oder für alle USB-Geräte ignorieren zu lassen, siehe unten.
Identische Laufwerke
Identische Laufwerke funktionieren nicht gleichzeitig, wenn sie identische USB Hardware-Seriennummern haben. Das ist eine Verletzung der
USB-Massenspeicher-Specs, aber solche Geräte gibt's. Manche meinen, der Satz 'If provided, the serial number must be unique to each USB Vendor ID and Product ID pair.' könne auch so interpretiert werden, daß alle Seriennummern gleich sein sollen, aber allein der Begriff 'Seriennummer' macht doch wohl überdeutlich, wie es gemeint ist.
Es funktioniert dann immer nur das zuerst angeschlossene Gerät, die weiteren werden nicht erkannt solange das erste noch angeschlossen ist. So wurde das gelegentlich berichtet...
Bei mir funktionieren zwei SD-Cardreader mit identischer Seriennummer auch gleichzeitig, wobei der durch die Seriennummer vorhandene Vorteil des Wiedererkennens an einem anderen USB-Port nur für das zuerst angeschlossene Gerät greift. An einem anderen XP-Rechner gibts hier einen Bluescreen wenn das zweite Gerät angeschlossen wird...
Die USB-Seriennummer von USB-Laufwerken zeigt z.B. mein Kommandozeilen-Tool
ListUsbDrives.
Microsoft hat solche 'unerfreulichen' Geräte berücksichtigt, indem Windows die Möglichkeit bietet, die USB-Seriennummer für alle oder für bestimmte Geräte zu ignorieren.
Unter
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UsbFlags]
gibt es den Wert GlobalDisableSerNumGen:
0 zum Ignorieren aller USB-Seriennummern
1 zum Auswerten der USB-Seriennummern
Der Name des Wertes impliziert auf den ersten Blick das Gegenteil. Warscheinlich meint das "Gen" 'generation', das Generieren einer zufälligen Seriennummer, auch wenn eine in Hardware vorhanden ist.
Besser ist es, die Seriennummer nur für das fragliche Gerät zu ignorieren.
Dazu legt man unter o.g. Schlüssel einen neuen Wert an. Dessen Name beginnt mit "IgnoreHWSerNum", gefolgt von Hersteller- und Produkt-ID (jeweils vierstellig Hex). Der Wert zum Ignorieren ist "1" (Typ Binär mit genau einem Byte Länge).
Beispiel für Hersteller (vendor) 1111 und Produkt 9999:
IgnoreHWSerNum11119999=1
Die Werte kann man sich mit o.g. ListUsbDrives ermitteln - man findet für das Laufwerk eine Zeile wie diese:
Ctrl ID = USB\VID_1111&PID_9999\USB_serial_number
Hinter VID_ steht die Vendor-ID, hinter PID_ die Product-ID.
Das funktioniert sofort - kein Neustart erforderlich.
Das Ignorieren der Seriennummer kann man auch nutzen, um das Anspringen des Plug+Play beim Austausch eines USB-Gerätes gegen ein eigentlich identisches zu vermeiden. Wird die Seriennummer ignoriert, erkennen Windows 2000 und höher ein Gerät an jedem Port als neues. Dafür werden verschiedene Exemplare des gleichen Gerätes am selben Port nicht als neues erkannt. Wurde ein Gerät einmal an jedem Port angeschlossen, hat man Ruhe. Das macht sich z.B. gut, wenn der Support einen USB-Drucker tauscht und der dann - trozt anderer Seriennummer - einfach funktioniert.
|
|
| |
|
Counter seit Feb. 1998
letzte inhaltliche Änderung: 15.12.2009
Uwe Sieber
Zurück |